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17 Jan. 12; 11:20
Was ist Community-Journalismus?
 

Danach gefragt, was ich für einen Beruf ausübe, fällt mir immer häufiger ein zu zu sagen: Ich bin Community-Jurnalistin.

 

Was ist der Unterschied zum herkömmlichen Journalist? Es gibt eine Gruppe, um die sich alles dreht, bzw. um deren Praxis, die sich zudem in Veränderung befindet. Dann ist ein Community-Journalist nicht nur Beobachter, sondern möchte gerne selbst, dass sich etwas verändert und an der Veränderung mitwirken. Mir scheint auch, es handelt sich um eine Spezialform des Action Research, wobei der "Forschungsauftrag" im Idealfall von der Community selbst ausgeht. Außerdem lebt die Community Journalistin davon, das die Leser/innen selber schreiben, und sie verwebt und vernetzt die Schreiber/innen untereinander und fasst das Gesschriebene sinnvoll zusammen und stellt es in einen sinnvollen Kontext.

 

Was ist der Unterschied zu Redakteurin einer innerbetrieblichen Hauszeitung? Die Leserschaft besteht nicht aus Mitarbeitern sondern all jenen, die sich der betreffenen Praxis verschrieben haben. Es geht aber ein bisschen in diese Richtung: unter anderem gleicht es sich in dem Punkt, dass die Leser/innen eben nicht ein Exemplar kaufen, sondern die Community meist gesponsort ist - und darin liegt auch eine spezielle Herausforderung.

 

Nun zur Frage: Was macht guten Community Journalismus aus?

 

  • Was gesagt wurde ist gleich wichtig wir wer das gesagt hat.
  • O-Ton liest sich leichter als gekürzte, effiziente Sprache - selbst wenn es mehr Worte sind.
  • Es dreht sich im wesentlichen um die fortdauernd selbe Frage: In welchem Verhältnis stehst du persönlich zu dieser sich verändernden Praxis?

 

 

Beispiel von Community Journalismus

NMS Einsichten 1.Staffel, 2010

NMS Elterninformationsnetzwerk Newsletter # 3, 2011

eLSA persönlich Interviews, Nov 2010 - Juni 2011

 

Habe zur Sicherheit gegoogelt - und musste erfahren, es gibt natürlich bereits einen Eintrag zu Community Journalism auf wikipedia, sogar so etwas:

 

At the Emerging Mind of Community Journalism conference, participants created a list characterizing community journalism: community journalism is intimate, caring, and personal; it reflects the community and tells its stories; and it embraces a leadership role.[2]

 

Es geht zwar in eine andere Richtung, weil es um Gemeinden geht, aber es gibt viele Parallelen, wie ich soeben bemerke.




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10 May. 11; 15:44
Über die Kunst, positive Klassenbucheinträge zu formulieren
 

Kürzlich hat mich eine kleine feine Innovation von meiner Kollegin Erika Hummer begeistert: Sie übt sich darin, positive Klassenbucheintäge zu verfassen. SIe tut dies zusammen mit ein paar KollegInnen an ihrer Schule.

 

Es ist sicherlich eine Kunst, die gelernt sein will, denn die positiven Klassenbucheintragungen haben noch nicht den Unterhaltungswert von den negativen.

 

Kostproben:

 

  • Maxi coacht sein Team vorbildlich
  • Die 3B hat ihre Klasse super aufgeräumt
  • Heute haben alle ihre Hausaufgaben abgegeben
  • Das war eine Super Stunde heute. :)
  • tolle stunde - sehr angenehm und sehr konzentriertes arbeiten
  • Sandra bringt sich immer sehr positiv im Englisch-Unterricht ein, indem sie bei Unklarheiten nachfragt und auf Korrekturen von Hausübungen großen Wert legt.
  • Alwin beteiligt sich mit großer Aufmerksamkeit und Interesse am Unterrichtsgeschehen und fällt immer wieder durch gute Leistungen auf.

 

Ein bisschen lustiger:

 

  • S. ist schon zum 10 Mal nacheinander am Freitag in der Früh pünktlich zum Unterricht erschienen

 

Gewöhnt sind wir:

  • die schülerin 'xy' versucht die nachbarin mit reisnägeln zu belöstigen!

 

Aber egal: es geht ja nicht um den Unterhaltungswert. Was wir hören ist: Die SchülerInnen sind verdutzt, freuen sich, erzählen es weiter...etc...

 

Wie sich das weiterentwickelt...werde ich erzählen!

 

Wer mitmachen will: hier kann man sich "einschreiben" und die positiven Meldungen "abliefern":

 

http://community.kreativinnovativ2020.at/forum/topics/konstruktive-subversivitaet?xg_source=activity

(wer mitmachen will kann auf ki2020 direkt um ein Passwort anfragen...).

 

 

 

 




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03 Feb. 11; 23:47
Screenshot der Website der Ägyptischen Regierung von 3 Feb 2010
 

Was ist Web2.0 lässt sich verstehen durch die Frage, Was ist nicht Web2.0?

 

Ägypten Screenshot 3 Feb 2011.jpg - 1570421.1




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27 Jan. 11; 10:27
"Der Adler Oestreichs erlaubt seiner Jugend nur in seine Sonne zu blicken"
 

Liegen die Wurzeln des österreichischen Engblicks in der Bildungspolitik des 18. Jahrhunderts?

Ein Bericht aus Göttingen 1790:

"Die Studentenzahl darf man zu 1500 annehmen, darunter mehr als die Hälfte Nicht-Hannoveraner, meist Deutsche, aber auch Schweizer, Engländer, Russen Franzosen, selbst Griechen - aber keiner Oestreicher; sonst sahe man gesetzte Ungarn - aber der Adler Oestreichs erlaubt seiner Jugend nur in seine Sonne zu blicken"

Aus Karl Julius Weber: Deutschland oder Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen

http://www.lichtenberg-gesellschaft.de/pdf/Karl_Julius_Weber.pdf

 

(Danke an Hannes für die Aufstöberung dieser interessanten Information)

 
"Der Adler Oestreichs erlaubt seiner Jugend nur in seine Sonne zu blicken"editeditdeletedeleteview changesview changes

 

Liegen die Wurzeln des österreichischen Engblicks in der Bildungspolitik im 18. Jahrhundert?

Ein Bericht aus Göttingen 1790:

"Die Studentenzahl darf man zu 1500 annehmen, darunter mehr als die Hälfte Nicht-Hannoveraner, meist Deutsche, aber auch Schweizer, Engländer, Russen Franzosen, selbst Griechen - aber keiner Oestreicher; sonst sahe man gesetzte Ungarn - aber der Adler Oestreichs erlaubt seiner Jugend nur in seine Sonne zu blicken"

 

Aus Karl Julius Weber: Deutschland oder Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen

http://www.lichtenberg-gesellschaft.de/pdf/Karl_Julius_Weber.pdf




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10 Nov. 10; 14:32
Das bemerkenswerte Presse Interview mit Kadri Ecved Tezcan
 

Als ich das Presse Interview (Christian Ultsch) mit Kadri Ecved Tezcan gelesen habe, habe ich mich gefreut, dass es so gedruckt worden ist. Mir haben nicht alle Aussagen gefallen (zu viel "Wir "und "Ihr" und" "Die da"), aber die Offenheit, mit der gesprochen wurde, von beiden Seiten, fand ich erfrischend.

 

Jetzt frage ich mich: Kann ein Diplomat auch mal als Mensch sprechen, oder ist das einfach nicht möglich? Die Presse hat ausdrücklich vorgezogen, dem Menschen Kadri Ecved Tezcan zuzuhören.

 

"Kadri Ecved Tezcan: Wollen Sie, dass ich im Interview als Diplomat antworte, was langweilig wird? Oder soll ich als jemand antworten, der seit einem Jahr in Wien lebt und viele Kontakte zu den 250.000 Türken hier hat?

 Ich ziehe die zweite Variante vor. Was läuft bei der Integration der Türken in Österreich falsch?"

 

Ist das einfach nur unprofessionell oder geht das in Richtung Web3.0 statt Web2.0 (Otto Scharmer): Zur eigenen Meinung stehen statt uniforme Interessensvertretung.

 

Auch wie Fleischhacker den Regelverstoß kommentiert ist frisch.

 

Wer soll sagen, wer die richtigen und die falschen Zuwanderer sind, und was ist das "Richtige"? Ist es ein zulässiger Wunsch, sich die richtigen Zuwanderer zu wünschen?

 

Am beeindruckendsten fand ich die Aussage von Tezcan, dass er seit einem Jahr in Österreich lebt und erst einmal, letzte Woche, zu einer österreichische Familie nach Hause eingeladen wurde, und das nicht in Wien. Das kann ich mir fast nicht vorstellen.

 

"Was hatten Sie für Erfahrungen mit österreichischer Gastfreundschaft?

Ich bin seit einem Jahr hier. Ich war nur einmal in das Haus einer österreichischen Familie eingeladen, vergangenes Wochenende in Krems. Es ist ein großer Unterschied zwischen Wien und dem Rest Österreichs. Wenn ich Wien verlasse, sind alle gastfreundlicher.

Es hat Sie niemand aus dem Außenamt zu sich nach Hause eingeladen?

Nein. Aber das macht nichts. Es laden mich so viele Türken ein.

Sie spiegeln sozusagen das Integrationsproblem auf höherem Niveau wider."

 

Gibt es niemanden, der auf so was schaut? Ich dachte, es geht in diesem Beruf darum, diese semi-beruflich-privaten Netzwerke aufzubauen. Hmmm.

 

Ich denke mir noch, das wäre eine gute Chance für die Abteilung für Migration, interkulturelle Bildung und Sprachenpolitik  (jetzt heisst sie anders) in Kontakt zu kommen und konkrete Ideen auszuarbeiten... Wäre schön gewesen, wenn auf der Plattform "Eltern als Bildungspartner" so offen gesprochen worden wäre.


 





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